Aktuell

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Museums-Lockdown beenden

Die Basler Museumsdirektorenkonferenz bittet den Bundesrat in einem offenen Brief, eine Wiedereröffnung der Museen und Ausstellungshäuser für den Individualbesucher in einer ersten Stufe der Lockerung zu ermöglichen.  

Kultur und kulturelle Bildung wieder zugänglich machen. Museums-Lockdown
beenden. Für das geistige Wohl aller!

Museen und Ausstellungshäuser sind zentrale Orte der Bildung, kulturellen Vielfalt und
emotionalen Stärkung. In einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft sind sie wichtige
Institutionen zur diversen Meinungs- und Identitätsbildung, sie fördern freiheitliches und
pluralistisches Denken, bieten Ruhe, Erholung, Inspiration und Fantasie und streben danach,
offen für alle, jede und jeden zu sein. Sie sind dadurch wesentliche Träger des
Demokratiegedankens. Die Museumsdichte und -vielfalt in der Schweiz zeugen von einem
tiefgreifenden Verständnis für die Bedeutung der und einem unbedingten Willen zur Kultur.
Dieses hohe Gut und auch Bekenntnis gilt es zu leben. Gerade jetzt!

Museen und Ausstellungen sind in der Auseinandersetzung mit Natur- und Kulturgeschichte, mit
Kunst und ihrer Reflexion der Gegenwart ein kritisches Gegenüber und ein Partner, um neuen
Situationen und insbesondere Krisen zu begegnen und sie zu reflektieren. Das Erlebnis und die
Erfahrung vor dem originalen Exponat – sei es ein Kunstwerk, eine historische Handschrift, ein
wissenschaftliches Präparat – kann von keiner noch so gut aufgearbeiteten Online-Präsentation,
keinem Blog und keiner virtuellen Führung ersetzt werden. Dies wird deutlich in zahlreichen
Rückmeldungen, die unsere Häuser in der aktuellen Zeit erreichen. Ist der physische Zugang
begrenzt oder gar verunmöglicht, verkümmern Bildung und Kultur in einer Gesellschaft grundlegend.
Den immer wieder auf die neuesten Forderungen angepassten Schutz- und Hygienekonzepte, die
seit Mai 2020 erfolgreich in den Ausstellungshäusern umgesetzt wurden, liegen nun massgebliche
Erfahrungen zugrunde. Sie erlauben es, die Museen und Institutionen umsichtig für Besuchende zu
öffnen. Diese Häuser verfügen über geschützte öffentliche Räume mit individuellen, differenzierten
und dynamischen Schutzkonzepten, die proaktiv umgesetzt und anpasst werden.

Museen und Ausstellungshäuser bieten ausreichend Fläche, um die Distanzregelung in jedem
Moment einhalten oder bei Bedarf erhöhen zu können. Eine dezidierte Lenkung des Besucherflusses
ist jederzeit möglich und wurde bereits seit Mai 2020 erfolgreich breitflächig umgesetzt. Individuelle
Ausstellungs- und Museumsbesuche verursachen keine Ansammlung von Massen. Gerade für die
lokale Bevölkerung sind diese Häuser und die Begegnung mit kulturellem Schaffen in diesen
sorgenvollen und für viele belastenden Zeiten wichtige Anlaufstellen, ohne einen hohen Grad an
öffentlicher Bewegung zu verursachen.

Gemeinsam mit den Museen der Schweiz (VMS), dem International Council of Museums (ICOM)
Schweiz, der Vereinigung Schweizer Kunstmuseum (VSK), dem Verein Schweizer Institutionen
zeitgenössischer Kunst (VSIZK/AISAC) und dem Verband der Naturhistorischen Museen und
Sammlungen der Schweiz und Liechtenstein (musnatcoll.ch) bitten wir den Bundesrat eindringlich,
eine Wiedereröffnung der Museen und Ausstellungshäuser für den Individualbesuch in der ersten
Stufe der Lockerung zu ermöglichen, um weiterhin den zentralen Bildungsauftrag erfüllen und einen
wichtigen Beitrag zum geistigen und seelischen Wohl aller leisten zu können.

Antikenmuseum Basel, Andrea Bignasca
Basler Papiermühle, Britta Graf
Fondation Beyeler, Sam Keller
HeK (Haus der elektronischen Künste Basel), Sabine Himmelsbach
Historisches Museum Basel, Marc Zehntner
Jüdisches Museum der Schweiz, Naomi Lubrich
Kunsthalle Basel, Elena Filipovic
Kunsthaus Baselland, Ines Goldbach
Kunstmuseum Basel, Josef Helfenstein
Museum.BL, Marc Limat
Museum der Kulturen Basel, Anna Schmid
Museum Tinguely, Roland Wetzel
Naturhistorisches Museum Basel, David Alder & Basil Thüring
Pharmaziemuseum, Philippe Wanner
Römerstadt Augusta Raurica, Lilian Raselli
S AM Schweizerisches Architekturmuseum, Andreas Ruby
Schaulager, Heidi Naef
Spielzeug Welten Museum Basel, Laura Sinanovitch
Vitra Design Museum, Mateo Kries

Kontakt Medien:
Andreas Mante
Leiter Kommunikation Historisches Museum Basel
T +41 61 205 86 25
Andreas.Mante@bs.ch

Aktivstellen für Besucher

Papierschöpfen, mit Gänsekiel und Feder schreiben, auf alten Schreibmaschinen tippen, selber drucken oder in der Marmorierwerkstatt mit bunten Farben experimentieren ist im Museumseintritt inbegriffen. An unseren Aktivstationen werden Sie von Mitarbeitenden unterstützt.

Aufgrund der aktuellen Lage rund um Covid-19 können wir unsere Mitmachstationen zur Zeit zur eingeschränkt anbieten. Selber Papier schöpfen ist unter speziellen Hygienemassnahmen (Hände vor und nach dem Schöpfen desinfizieren) sowie Plexischutzwänden möglich.
Bitte respektieren Sie bei Ihrem Besuch die nötigen Sicherheitsabstände.

Di-Fr/So: 11-16.45h. Sa: 13-16.45h

Di-Fr/So: 11-16.45h. Sa: 13-16.45h

13-16.45 Uhr
Den Letternstand finden Sie bis auf Weiteres im 1. Stock des Museums vor dem Treppenaufgang.

Di-Fr/So: 12.30-16.30h. Sa: 13-16.30h
Bis auf Weiteres wird diese Mitmachstation auf dem Letziplatz angeboten, Zugang via Museumshof.

Programm

Die endlose Geschichte

Seit Sommer 2020 können unsere Besucherinnen und Besucher an einer Endlos-Geschichte mitsetzen und -drucken.

Eine auf unserer Laborpapiermaschine produzierten Papierrolle wird nach und nach mit witzigen, kuriosen und durchaus auch poetischen Wort- und Satzkombinationen bedruckt. Sichtbar ist jeweils nur ein kleiner Ausschnitt der Geschichte.
Aufgrund der grossen Beliebtheit zieht sich die Geschichte weiter in den Winter 2020/2021.

An zwei Orten – im druckwerk Basel und der Basler Papiermühle – können Sie seine Druckkunst erleben.

Samstag, 14. November 20, 13-17h
Sonntag, 15. November 20, 11-17h

Programm:

Basler Papiermühle
Print it like Rembrandt: Tief oder hoch – Druck in Kunststoff-Folie
Handgemacht: Unter Anleitung den eigenen Papierbogen schöpfen
Schwarze Kunst: selber drucken
Bunte Papiere: Experimente in unserer Marmorier-Werkstatt
Geheime Botschaften: Mit Tinte und Feder schreiben und die Botschaft am Letternstand versiegeln lassen.
Kosten: Museumseintritt, inkl. einer Überfahrt mit der Fähre zum druckwerk.

druckwerk Basel
Print a Rembrandt: Drucken Sie Ihren eigenen Rembrandt. Stellen Sie auf der Tiefdruckpresse einen Nachdruck eines Selbstportäts von Rembrandt her.
Monotypie-Portrait: Drucken Sie spielerisch ein farbiges Portrait oder Selbstportrait in der Technik der Monotypie.
Offenes Atelier: Werkstätten und Maschinen haben sich nur unwesentlich seit der Zeit Rembrandts verändert. Besuchen Sie die Werkstatt des druckwerks und erleben Sie die Faszination der schwarzen Kunst.
Alle Angebote sind kostenlos, inkl. einer Überfahrt mit der Fähre zur Basler Papiermühle.

Kupferstichkabinett Kunstmuseum Basel
Dieses Angebot wurde aufgrund der aktuellen Lage leider abgesagt.

Vorschau zusätzliche Veranstaltungen und Workshops

Aufgrund der Covid-19-Situation können unsere zusätzlichen Veranstaltungen zur Zeit leider nicht durchgeführt werden.
Gerne halten wir Sie über die aktuelle Entwicklung sowie absehbare Veränderung auf dem Laufenden, danken für Ihr Verständnis und freuen uns auf Ihren Besuch!