Geschichte zum Anfassen und Mitmachen
Auf lebendige Weise treffen in der Basler Papiermühle funktionierende Werkstätten und technikgeschichtliche Ausstellungen aufeinander. In der historisch authentischen Kulisse einer mittelalterlichen Papiermühle produzieren unsere Werkstätten für den Verkauf vor den Augen unserer Besucher. Alte, bereits ausgestorbene oder selten gewordene Berufe werden hier noch an originalen Maschinen praktiziert, damit das handwerkliche Wissen, das immaterielle Kulturerbe, erhalten und dokumentiert wird.
Eine Besonderheit des Papiermuseums ist, dass auch unsere Besucher Gelegenheit haben, sich in der „weissen“ oder „schwarzen“ Kunst zu versuchen. Das selber geschöpfte Blatt Papier, eigene Versuche in der Handsetzerei und Schreibversuche mit Tinte und Federkiel gehören bei jedem Museumsbesuch dazu. Bunte Papiere selber herstellen ist jeweils Dienstags bis Freitag von 13 - 16.30 Uhr möglich. Gleichzeitig bietet das Museum als geschützte Werkstatt Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen des Museums an. 1993 erhielt das Museum die „European Museum of the Year Special Commendation” und 2006 wurde uns ein „Museumsstern“ verliehen. Die Basler Papiermühle ist ausserdem mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet.



Die Sammlungen
Kernstück der Museumsbestände ist die aus den Sammlungen von Dr. W. Fr. Tschudin und der Sandoz AG hervorgegangene Schweizerische Papierhistorische Sammlung, die von 1954 bis 1979 dem Basler Museum für Völkerkunde angeschlossen war. Ergänzt wurde sie durch die von Eduard Hoffmann-Feer aufgebaute Stiftung, welche die historischen Schätze der Haas‘schen Schriftgiesserei in Münchenstein aus der Zeit ihres vierhundertjährigen Bestehens dem Museum anvertraut hat.


