Die Museumsgebäude im St. Alban-Tal

In der Mitte des 12. Jahrhunderts legte der Konvent des Cluniazenserklosters St. Alban einen Wasserkanal an, der die Wasserräder von einst zwölf Mühlen im St. Alban-Tal antrieb. Zehn dieser Mühlen wurden im Spätmittelalter zu Papiermühlen umgebaut, die das Quartier im 16. und 17. Jahrhundert zum bedeutendsten Papierproduzenten der Schweiz werden liessen. Seit dem Jahre 1980 befindet sich in der Stegreif- und Gallicianmühle das heutige Papiermuseum. In diesen beiden Gebäuden wurde 446 Jahre lang, bis 1924, Papier hergestellt.

Entlang des St. Alban-Teichs standen einst mehrere Mühlen.Abbruck des ehemaligen Wasserrades an der Zunziger-Mühle.Das Wasserrad der Basler Papiermühle (erneuert 2007).

Die Gallician-Mühle

Das heutige Hauptgebäude des Museums war bis 1428 eine dem Kloster Klingental zugehörige Kornmühle, die erst zu einer Hammerschmiede und 1453 durch Antonius Gallician zu einer Papiermühle umgebaut wurde. Die Blüte dieser Familie, von der die prächtigen Räume im 1. Obergeschoss des Museums zeugen, endete 1521 jäh in einem politischen Umsturz. Den weiteren Ausbau verdankt das Haus vor allem der Papiermacherfamilie Thüring (Düring).

Die Gallicianmühle von Osten, von der Stadtmauer aus gesehen.

1778 übernahm der als Buchhändler und Verleger tätige Johann Christoph im Hof-Burckhardt die Mühle. Er liess 1788 den gegen den Kanal gelegenen Fabrikationsteil abreissen und ersetzte ihn durch den heutigen zweistöckigen Bau. 1850 bezog die Tabakfabrik Gebrüder Hugo das Gebäude; seit 1957 diente es als Lagerraum bis zur Restaurierung und Einrichtung des Museums 1980.

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